Samstag, 2. Februar 2013

FilmBloxx-Tipp: "Wanted"


Buntes Actionkino - irrsinnig&turbulent oder albern&banal?

Neuzugang vom Januar 2013

Letzte Woche war ich mal wieder bei Thalia, weil ich noch einen Gutschein von Weihnachten übrig hatte. Und diese drei Schätze haben nun den Weg in mein Bücherregal gefunden:


1. "Ich knall euch ab!" von Morton Rhue
Ich bin oft auf der Suche nach guten Büchern, die das Thema Amokläufe behandeln. Mal schauen, wie sich der Autor damit auseinandergesetzt hat. Bisher gefällt es mir sehr gut!

"Gary und Brendan werden von den Stars der Schule, den sportlichen Markenklamottenträgern, gedemütigt und terrorisiert. Die Lehrer schauen weg. Allmählich reift in den Köpfen der beiden der Plan, es ihren Mitschülern und Lehrern - nach dem Vorbild der Amokläufer von Littleton - heimzuzahlen. Am Tag des Abschlussballs präparieren sie die Ausgänge der Turnhalle mit Bomben und stürmen das Fest."



2. "Eine wie Alaska" von John Green
Dieses Buch will ich schon seit einiger Zeit lesen und nun habe ich es auch geholt. Ich bin schon sehr gespannt darauf, weil ich sehr viel Positives dazu gehört und gelesen habe. :)

"Miles ist 16. Viel ist nicht los bei ihm. Keine Mädchen, keine Kumpels, keine nennenswerten Hochs und Tiefs. Ein stinknormales Leben. Doch dann begegnet er Alaska - und verliebt sich auf den ersten Blick. Alaska ist ein Rätsel, eine Göttin, ein Wunder. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Wie kann er einem solchen Wesen begegnen, ohne sich heillos zu verlieben? Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt John Green die Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt."



3. "Numbers - Den Tod im Blick" von Rachel Ward
Das Buch habe ich einfach so mitgenommen, weil 1. ich den Gutschein ausschöpfen wollte, 2. "City of Glass" nur in einer blöden broschierten Aussage zu finden war und ich unbedingt ein Hardcover haben wollte und 3. weil ich einfach schon eine Menge gute Rezensionen dazu gelesen habe. Hoffentlich war es eine gute Entscheidung!

"Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn sie markiert den Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.
Also meidet Jem Menschen. Doch dann lernt sie Spinne kennen - und ist glücklich, zum ersten Mal. Bis bei einem Trip zum Londoner Riesenrad etwas Schreckliches passiert: Um sie herum haben alle dieselbe Zahl..."

Wie findet ihr meine kleine Auswahl? Kennt ihr einige der Bücher bereits?

Freitag, 1. Februar 2013

Mein Lesemonat Januar 2013

Uiuiui, der erste Monat im neuen Jahr ist nun vorbei und meinen guten Vorsatz, den ich noch kürzlich gemacht habe, konnte ich leider nicht ganz erfüllen - aber es war knapp!

Ich habe im Januar 2013 ganze 9 Bücher gelesen (3 mehr als im Vorjahr), die insgesamt 2.768 Seiten hatten, das macht ca. 89 Seiten am Tag (100 Seiten am Tag habe ich mir vorgenommen). Aber im Februar werde ich es schaffen!

1. "xx me! Bd. 5" von Ema Toyama (176 Seiten)
Süß wie eh und je, ich brauche ganz dringend die nächsten drei Bände!

2. "Rosa Wolken" von Sabine Both (208 Seiten)
Ein witziges Jugendbuch, von dem man aber nicht all zu viel erwarten sollte. Zumindest ist es Unterhaltung.

3. und 4. "Cherry Juice - Sammelband 1 und 2" von Haruka Fukushima (je 384 Seiten)
Aww, einfach Zucker! Leider mit insgesamt vier Bänden etwas kurz. :(

5. "L-DK Bd. 8" von Ayu Watanabe (176 Seiten)
Endlich sind die Bauchschmerzen vom letzten Band weg! Die kleine Wohngemeinschaft startet wieder durch und es wird romantisch! *_* Und das Geheimnis um den Manga-Titel wird auch gelöst. :D



6. "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" von Veronica Roth (512 Seiten)
 Ein MUSS für jeden Dystopie-Fan ist diese Reihe um Tris und Four. Grandios - mein Monatshighlight.

7. "Nur eine Liste" von Siobhan Vivian (416 Seiten)
Super interessant, sehr sozialkritisch und auf jeden Fall lesenswert!

8. "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" von Jennifer E. Smith (224 Seiten) 
Wer diesen Roman noch nicht gelesen hat, der sollte das ganz schnell nachholen. Es ist einfach wunderschön - und teilt sich deshalb den Favoritenstatus des Monats mit "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit"! :)

9. "Das also ist mein Leben" von Stephen Chbosky (288 Seiten) 
Ich hätte niemals gedacht, dass mich das Ende eines Buches so überzeugen könnte, wenn mir vorher die Geschichte eher nicht so gefallen hat. Unbedingt lesen!
 

Das sind also die Bücher, die ich letzten Monat gelesen habe...

Welche davon kennt ihr? Wie haben sie euch gefallen? Habt ihr noch den einen oder anderen Titel auf der Wunschliste oder dem SUB?

Mit in den Februar nehme ich "Ich knall euch ab!" von Morton Rhue.

Donnerstag, 31. Januar 2013

"Das also ist mein Leben" von Stephen Chbosky

Titel: Das also ist mein Leben
Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower“
Autor: Stephen Chbosky
Genre: Jugendbuch, Briefroman
Erscheinungsjahr: DE 1999 (als „Vielleicht lieber morgen“)| US 1999
Verlag: HEYNE
Preis: TB 12,99 EUR
Seitenzahl: 288 Seiten

Kurzbeschreibung

Für Charlie beginnt das erste Jahr auf der Highschool und gleichzeitig fängt er eine einseitige Briefkonversation mit einem „Freund“ an, dem er all seine Sorgen, Wünsche, Hoffnungen und Erlebnisse mitteilt. Ein Jahr voller neuer Erfahrungen und Freundschaften liegt vor ihm und auch die Vergangenheit möchte verarbeitet werden...

Die ersten Sätze im Buch

„25. August 1991

Lieber Freund,
ich schreibe Dir, weil sie meinte, dass Du zuhörst und verstehst und nicht versucht hast, auf dieser Party mit einer bestimmten Person zu schlafen, obwohl Du es gekonnt hättest. Versuch bitte nicht, rauszukriegen, wer sie ist, sonst könntest Du rauskriegen, wer ich bin, und das möchte ich nicht. Ich gebe den Leuten auch andere Namen als ihre wirklichen – weil ich nicht will, dass Du auf mich kommst. Deshalb habe ich auch keinen Absender angegeben. Das alles ist nicht böse gemeint. Ganz ehrlich nicht.“

Meine Meinung

Ich bin ganz ehrlich, am Anfang wollte ich das Buch (so nach dem ersten 50 – 100 Seiten) weglegen bzw. abbrechen. Den Protagonisten Charlie fand ich sehr, sehr merkwürdig, vor allem weil er sich meiner Meinung nach so untypisch für sein Alter benommen und ausgedrückt hat. Er kam mir eigentlich viel jünger vor, als er eigentlich sein sollte. Doch mit der Zeit merkt man, was für eine heftige Veränderung er durchmacht.

Das erste, was einem auffällt, ist, wie viel Charlie beobachtet und interpretiert, wie viel er eigentlich wahrnimmt ohne es gleich zu verstehen und wie wichtig ihm Kleinigkeiten erscheinen. Aber vor allem der Erzählstil ist besonders, denn Charlie schreibt an einen „Freund“, von dem wir nie die Identität erfahren und der Charlie nicht kennen soll, weswegen alle vorkommenden Menschen andere Namen erhalten. Das hat schon etwas besonderes, auch wenn ich eine Weile brauchte, um mich an diesen Erzählstil zu gewöhnen.

Charlies familiäres Verhältnis ist oft ein wichtiges Thema in den Briefen, genau wie die Freundschaft zu den beiden Zwölftklässlern Patrick und Sam, die er eher zufällig kennenlernt und zu denen er eine ganz besondere Bindung entwickelt.

Ich sehe diese Freundschaft teilweise etwas kritisch an, da Sam und Patrick durch ihr Alter natürlich schon weitaus erfahrener sind, was vor allem den Umgang mit harten und weichen Drogen angeht. Charlie ist naiv, vor allem wenn es um seine beiden besten Freunde geht, und macht natürlich alles mit – vor allem das Rauchen bleibt haften und das fand ich schlecht. Ich mag es nicht, wenn die Hauptpersonen, wie realistisch es auch immer sein mag, rauchen.

Die ganze Zeit über, die ich das Buch gelesen habe, hatte ich das Gefühl, Charlie hätte eine Persönlichkeitsstörung. Zumindest bis ich dann herausfand, was wirklich passiert ist und plötzlich hat die gesamte Geschichte doch irgendwie Sinn ergeben und wenn ich das rückblickend nochmal betrachte, all die Stellen im Buch, die ich absurd oder total daneben fand, sind doch irgendwo verständlich.

Es ist vor allem die Geschichte über das Erwachsenwerden eines jungen Menschen und ich denke, das sollte man doch mal gelesen haben, es wird tatsächlich nicht umsonst so hoch gelobt.

Empfehlenswert!

5 von 5 Punkten

Montag, 28. Januar 2013

bloomoon - ...unendlich gut lesen

bloomoon ist das neue Imprint für Jugendliteratur aus dem Hause arsEdition für Preteens ab zehn Jahren sowie für Junge Erwachsene. Ob einfühlsame 'Coming of Age'-Geschichte oder Liebesroman mit Social Media-Bezug, Humoriges aus dem Jungenalltag oder mitreißender Thriller mit Gänsehaut-Effekt - bloomoon ist bewusst vielfältig. Unsere Autoren beschreiben die Dinge aus ihrer jeweils eigenen Perspektive und öffnen dem Leser damit Türen zu anderen Erfahrungswelten. Durch welche er geht, ist ihm selbst überlassen - er kann sich mit unseren Büchern wegträumen in entlegene und skurrile Welten oder hierbleiben, ganz nah dran an der Wirklichkeit. Denn sowohl atemberaubende Biografien, fesselnde Thriller, leise Töne oder lautes Herzklopfen haben im neuen Imprint von arsEdition Platz.
Mehr Informationen und tolle Aktionen findet ihr auf www.bloomoon-verlag.de und www.facebook.com/bloomoonVerlag !
Aus dem aktuellen bloomoon-Verlagsprogramm wünsche ich mir aus allen Februar-Titeln, dass "In königlichem Auftrag" von Mary Hooper demnächst bei Blogg dein Buch präsentiert wird.

Freitag, 25. Januar 2013

Filmtipp: "Die Tribute von Panem"

Titel: Die Tribute von Panem – The Hunger Games
Originaltitel: The Hunger Games
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Buchverfilmung, Science-Fiction, Action
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 142 Minuten
Regie: Gary Ross
Drehbuch: Gary Ross, Suzanne Collins, Billy Ray
Musik: T-Bone Burnett, James Newton Howard
Hauptrollen: Jennifer Lawrence als Katniss Everdeen, Josh Hutcherson als Peeta Mellark, Woody Harrelson als Haymitch Abernathy, Liam Hemsworth als Gale Hawthorne, Elizabeth Banks als Effie Trinket, Donald Sutherland als Präsident Snow u.v.m.

Kurzbeschreibung

Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es schon lange nicht mehr. Das, was einst die Vereinigten Staaten von Amerika waren, ist nun aufgeteilt in zwölf Distrikte, die vom Kapitol kontrolliert werden. Jedes Jahr veranstaltet das Kapitol die Hungerspiele, die an den Aufstand von vor 74 Jahren erinnern sollen. Bei diesen Spielen werden 24 Jungen und Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren in eine Arena gesteckt, um sich bis zum Tode zu bekämpfen, denn nur der letzte Überlebende darf wieder zurück nach Hause...

Meine Meinung

Ich denke, die meisten sind vertraut mit der Geschichte um Katniss und Peeta, den beiden Tributen aus Distrikt 12, deswegen werde ich nicht weiter auf die Handlung an sich eingehen.

Den Film selbst habe ich bereits letztes Jahr gesehen, als er im März 2012 in die Kinos kam, ich hatte sehr große Erwartungen, denn die Bücher haben mich einfach umgehauen. Vor kurzem habe ich den Film noch mal auf Blu-ray geschaut, da ich es zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.

Jennifer Lawrence in der Rolle der Katniss finde ich optimal besetzt, genau so habe ich mir auch die Protagonistin beim Lesen vorgestellt: der fürsorgliche Blick bei ihrer Schwester, die lockere Art bei Gale und völlig distanziert und kühl im Kapitol – Lawrence hat es geschafft, all diese Emotionen und noch viel mehr glaubhaft und natürlich darzustellen. Nur ihre Art zu Laufen empfand ich irgendwie als zu „steif“.

Peeta – gespielt von Josh Hutcherson - mochte ich im Buch zwar ganz gerne, doch im Film dann so gar nicht und ich weiß nicht genau, ob es tatsächlich nur am Schauspieler lag... Irgendwie hat mich diese Figur im Film gestört, Peeta erschien mir überflüssig und eher hinderlich. Vielleicht hat es Hutcherson auch nur nicht geschafft, diese charmante und einnehmende Art von Peeta richtig wiederzugeben, die er im Buch hatte. Vielleicht wurde aber auch seine Rolle etwas runtergeschraubt bzw. verändert. Jedenfalls hat es mich gestört.

Ich habe mir zwar Gale (Liam Hemsworth), den besten Freund von Katniss, etwas anders vorgestellt, allerdings bin ich doch recht zufrieden mit dieser Besetztung, denn Hemsworth sieht ja schon ziemlich süß aus. ;) Und ich hoffe, in den anderen Teilen kommt er noch viel öfter vor, schließlich haben sie ihn im Film auch deutlich öfter gezeigt, als er im Buch eigentlich vorkommt.

Auch die anderen wichtigen sowie eher unwichtigen Figuren im Film finde ich absolut gelungen besetzt!

Es ist natürlich schwierig, einen Film über ein Mädchen in der Hauptrolle zu drehen, die zwar viel nachdenkt, aber die meiste Zeit eher alleine unterwegs ist und wenig redet. Trotzdem haben die Macher es geschafft, im Grunde alle wichtigen Informationen auf kreative Art und Weise zu liefern, z.B. durch Kommentare der Moderatoren während der Übertragungen der Spiele.

Auch hinter die Kulissen durfte man einen Blick werfen, während man im Buch nur rätseln kann, woher dies und das in der Arena plötzlich kommt und wie das gesteuert wird.

Zwar wurden einige meiner Meinung nach wichtige Hintergrundgeschichten (z.B. die Tochter des Bürgermeisters oder die Sache mit den zungenlosen Dienern im Kapitol) komplett weggelassen bzw. verändert, doch trotzdem ist dieser Film sehr gelungen!

Etwas störend war für mich nur, dass manche Sachen tatsächlich kommentarlos von statten gegangen sind und ich weiß noch genau, wie meine Freunde nach dem Film mich gefragt haben, was dies und jenes eigentlich zu bedeuten hat. Als Beispiel: Warum ist auf dem Zaun das Schild für Gefahr (Strom) und Katniss kann ihn trotzdem einfach so berühren? Es wird einfach nicht erklärt, während im Buch diese Informationen eigentlich sehr, sehr wichtig ist.

Wäre nicht diese Tatsache, so wäre der Film meiner Meinung nach einfach TOP.
Aber leider ist er nur TOP, wenn man auch die Bücher gelesen hat, denn nur so versteht man die tatsächlichen Ausmaße der gesamten Geschichte, die schließlich nicht ganz ohne ist.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung des nächsten Bandes!

4,5 von 5 Punkten

Donnerstag, 24. Januar 2013

"Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" von Jennifer E. Smith

Titel: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick
Originaltitel: The Statistical Probability of Love at First Sight
Autorin: Jennifer E. Smith
Genre: Jugendbuch, Romantik
Erscheinungsjahr: DE 2012 | US 2012
Verlag: Carlsen
Preis: HC 16,90 EUR
Seitenzahl: 224 Seiten

Kurzbeschreibung

Hedley wäre jetzt überall lieber nur nicht in diesem blöden Flugzeug nach London. Sie ist auf dem Weg zu der Hochzeit ihres Vaters. Und wäre diese Tatsache allein nicht schon schlimm genug, so geht an dem Tag auch noch so einiges schief und Hedley kann sich nur mit dem Gedanken vertrösten, dass zumindest ihr Sitznachbar für die nächsten paar Stunden ein ziemlich süßer Junge ist...

Die ersten Sätze im Buch

„Prolog

Es hätte auch alles ganz anders kommen können.
Stell dir vor, du hättest das Buch nicht vergessen. Dann hättest du nicht ins Haus zurücklaufen müssen, während Mom draußen mit laufendem Motor wartete und der Auspuff eine Abgaswolke in die bläuliche Dämmerung blies.
Oder noch früher: Stell dir vor, du hättest nicht so lange damit gewartet, das Kleid anzuprobieren, dann hättest du vielleicht eher bemerkt, dass die Träger zu lang waren, und Mom hätte nicht ihr altes Nähkästchen hervorkramen und die Küchentheke in einen OP-Tisch verwandeln müssen, um das arme, leblose, violette Seidenfähnchen in letzter Minute zu retten.“

Meine Meinung

Was für eine ultrasüße Geschichte! Ich liebe sie.

Hedley Sullivan, die Protagonistin, ist 17 Jahre alt und hat einiges an Ängsten vorzuweisen, u.a. Klaustrophobie. Zwar kommt sie normalerweise damit ganz gut klar, doch wenn der Stress sie erdrückt, weil sie z.B. ihren Flug verpasst, sich mit ihrer Mutter streitet, ihr Vater eine Fremde heiratet, dann ist es einfach zu viel. Doch zum Glück trifft Hedley Oliver im Flughafen, der – wie es der Zufall so will – auch auf dem Weg nach London ist und sie durch lustige Gespräche von ihren Sorgen ablenkt.

Hedley als Hauptperson hat mir sehr gut gefallen, ich konnte alle ihre Sorgen und Gedanken nachvollziehen und auch verstehen. Sie kommt nicht mit der Tatsache klar, dass sich ihre Eltern geschieden haben und ihr Vater nun quasi am anderen Ende der Welt wohnt. Sie fühlt sich von ihm schlicht in Stich gelassen, doch im Laufe der Geschichte ändert sich ihre Sicht darauf.

Oliver ist gebürtiger Brite, der zum Studieren in die USA gegangen ist. Er will Hedley nicht so recht verraten, was er tatsächlich studiert, doch seine Antworten werden zu einem kleinen Running Gag in der Geschichte, was teilweise wirklich sehr witzig ist. Oliver an sich ist total sympathisch, man muss ihn einfach gern haben!

Man merkt schon nach kurzer Zeit, dass Oliver etwas verheimlicht, und man versteht im Nachhinein auch, warum er das tut. Ich hätte sehr wahrscheinlich nicht anders reagiert an seiner Stelle.

Leider war das Buch wirklich kurz, ich hätte noch gerne mehr über Hedley und Oliver gelesen, die sich sehr gut gegenseitig ergänzt haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die beiden einen Tag lang zu begleiten, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Lest es, es ist wunderbar! :)
5 von 5 Punkten