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Dienstag, 20. August 2013

"Shopaholic" von Sophie Kinsella

Titel: Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin
Originaltitel: Confessions of a Shopaholic
Autorin: Sophie Kinsella
Genre: Frauenroman, Humor
Erscheinungsjahr: DE 2001 | GB 2000
Verlag: Goldmann
Preis: TB 8,95 EUR
Seitenzahl: 416 Seiten

Kurzrezension

Becky Bloomwood sollte sich mit Finanzen eigentlich sehr gut auskennen, schreibt sie schließlich selbst angesehene Artikel über dieses Thema. Doch in ihrer eigenen Kasse sieht es eher mau aus und das liegt vor allem daran, dass sie gerne viel und oft shoppen geht. Die Arbeit einer Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft wäre doch ein Traum oder nicht? Oder am besten bei einem Modemagazin! Doch irgendwie kommt doch alles anders als erhofft…

Nachdem ich vor einigen Jahren – ungeahnt, dass es eine Reihe ist – den dritten Band dieser Serie gelesen und mich einfach nur köstlich amüsiert habe, musste ich natürlich auch mal den Anfang kennenlernen – nicht zuletzt, weil ich auch schon mal in die Verfilmung reingeschnuppert habe.

In meinem Sommerurlaub habe ich dann das Buch in einem Laden entdeckt und es spontan mitgenommen – genauso schnell wie meine Entscheidung zum Kauf (Etwa eine Gemeinsamkeit mit der Hauptfigur?) habe ich es auch durchgelesen! Es ist einfach pure Unterhaltung mit sehr viel Selbstironie und den kleinen, besonderen Macken einer einzigartigen Protagonistin, die das Lesen zu einem kleinen Genuss machen.

Keine tiefsinnige Geschichte, aber interessante Figuren – für zwischendurch braucht man auch mal etwas „Einfacheres“ und da ist mam als junge Frau mit dieser Reihe wohl sehr richtig.

Becky Bloomwood ist 25 Jahre alt und Journalistin für "Successful Saving". Sie schreibt über Themen, die sie fast zu Tode langweilen, aber hat zudem einen Weg gefunden, doch noch irgendwie auf ihre Kosten zu kommen. Wie sie ihren Tag so meistert und welche wirklich doofen Gedanken sie manchmal verfolgt, das ist teilweise wirklich grandios und urkomisch. Und auch wenn ich mit ihr die Leidenschaft des Shoppens nicht wirklich teile, so habe ich sie manchmal doch irgendwie verstanden und konnte ihr nachfühlen.

Eine sympathische Protagonistin in einer herrlich witzigen Geschichte über Geld, Glück und Liebe (zum Shoppen), abgerundet durch einen tollen Erzählstil.

Lest es! :)
4,5 von 5 Punkten

Donnerstag, 27. Juni 2013

"Inferno" von Dan Brown

Titel: Inferno 
Originaltitel: Inferno  
Autor: Dan Brown  
Genre: Thriller  
Erscheinungsjahr: DE 2013 | US 2013  
Verlag: Lübbe  
Preis: HC 26,00 EUR  
Seitenzahl: 688 Seiten

Kurzrezension

Robert Langdon, der berühmte Professor aus Harvard, wacht in Florenz auf – und weiß nicht, wie er da hingekommen ist! Ein Mordanschlag, der ihm fast das Leben gekostet hat, führt zu einer Amnesie, die mehrere der letzten Tage aus seiner Erinnerung gelöscht hat. Doch was ist passiert, dass plötzlich alle hinter ihm her sind und ihn umbringen wollen?

Der vierte Teil der Reihe um den berühmt berüchtigten Symbologen Langdon führt ihn (wie auch schon im ersten Teil) nach Italien, dieses Mal jedoch nach Florenz, die Geburtsstadt von vielen bekannten Künstlern und Dichtern u.a. auch Dante, der die „Göttliche Komödie“ geschrieben hat.

Diese weltberühmte Dichtung ist auch der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Geschichte, in der es wie gewohnt um Leben und Tod der gesamten Menschheit geht. Doch es ist gar nicht mal diese Gefahr, die die gesamte Dramatik des Romans trägt! Es sind die Erinnerungslücken des Professors, die im Grunde die komplette Spannung halten – bruchstückhafte Anamnese (Wiedererinnern) und viele Déjà-vu-Momente verpackt in einer atemberaubenden Verfolgungsjagd, bei der man nicht mal weiß, vor wem genau man flieht. Nebenbei kriegt man ziemlich viel Hintergrundwissen zu den verschiedensten Ereignissen, Personen, Gegenständen und Gebäuden.

Wer arbeitet mit wem zusammen? Wer ist gut? Wer ist böse? Die Auflösung ist wieder mal genial Brown-typisch.

Lest es!

Reihe:
1. "Illuminati"
2. "Sakrileg"
3. "Das verlorene Symbol"
4. "Inferno"

5 von 5 Punkten

Mittwoch, 3. April 2013

Filmtipp: "96 Hours"

Quelle: wikipedia EN
Titel: 96 Hours
Originaltitel: Taken
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Action, Thriller
FSK: ab 16 Jahren
Länge: 93 Minuten
Regie: Pierre Morel
Drehbuch: Luc Besson, Robert Mark Kamen
Musik: Nathaniel Méchaly
Hauptrollen: Liam Neeson als Bryan Mills, Maggie Grace als Kim Mills, Famke Janssen als Lenore, Olivier Rebourdin als Jean-Claude, u.v.m.

Kurzrezension

Bryan Mills war Geheimagent, bevor er seiner Tochter Kim zuliebe in den vorzeitigen Ruhestand gegangen ist. Als Kim eines Tages mit ihrer besten Freundin für einige Tage nach Paris fliegen will, plagen ihn große Sorgen und nur widerwillig lässt er sie verreisen. Doch als sich seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten und seine Tochter in die Hände einer albanischen Menschenhändlerorgansisation fällt, hat er nur 96 Stunden Zeit, um sie zu finden...

Actiongeladen und rasant kommt dieser Film, völlig beeindruckt und sprachlos lässt er die Zuschauer wieder zurück. Trotz der heftigen Brutalität (z.B. Folter) und der Skrupellosigkeit hat auch mich dieser Film in seinen Bann ziehen können.

Liam Neeson hat mich mit dieser Rolle wirklich überraschen können, sieht er doch eigentlich wie jemand aus, der keiner Fliege was zu leide tun kann.Und irgendwie dadurch hab ich ihm den überaus besorgten Vater voll abkaufen können.

Überraschende Wendungen, eine unerbittliche Wahrheit und jede Menge technischer Tricks neben haarsträubenden Verfolgungsjagden und wilden Schießereien/Kämpfen halten die Spannung durchgehend auf einem extrem hohen Level.

Und eine kleine Lektion für's Leben lernt man bei diesem Film auch noch: Was man auf keinen Fall tun darf, wenn man im Ausland unterwegs ist!

Sehenswert!

4,5 von 5 Punkten

Sonntag, 24. März 2013

"Der Joker" von Markus Zusak

Titel: Der Joker
Originaltitel: The Messenger
Autor: Markus Zusak
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: DE 2006 | AUS 2002
Verlag: cbj
Preis: TB 8,95 EUR
Seitenzahl: 448 Seiten

Kurzrezension

Ed Kennedy führt ein unspektakuläres Leben zumindest bis zu dem Tag, an dem er einen Bankräuber aufhält und über Nacht zum Helden in seiner kleinen Heimatstadt wird. Denn plötzlich bekommt er verschlüsselte Nachrichten in Form von Spielkarten, welche sich als Aufgaben entpuppen, bei denen Ed teilweise bis an seine Grenzen gehen muss...

Nach "Die Bücherdiebin", einem großartigen Buch, das mich wirklich berührt hat, war ich sehr gespannt auf ein weiteres Werk des preisgekrönten australischen Autors Zusak. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Ed Kennedy, der Protagonist und Ich-Erzähler, ist eine vielschichtige und interessante Figur, die mit viel Intuition, Charme und Empathie die ihm gestellten Aufgaben löst. Er war mir von Anfang an sehr sympathisch, auch wenn (oder gerade deswegen?) er zum Teil etwas von einem Versager hat.

Seine innige Beziehung zu seinem Hund, der liebevoll "Türsteher" getauft wurde, und ihre "Gespräche" fand ich besonders amüsant und fantasievoll. Genau wie die Aufgaben, die mal sehr leicht zu erfüllen sind, mal aber von Ed auch alles verlangen.

Auch die Nebenfiguren werden wunderbar lebendig und vielseitig dargestellt, niemand ist so, wie er anfangs zu sein scheint.

Der Schreibstil ist jedoch das meiner Meinung nach Beste an diesem Roman, er besticht durch seine unverwechselbare Erzählkunst, wie ich den auch schon bei "Die Bücherdiebin" kennenlernen durfte.

Ein unglaublich schöner Roman, der zum Nachdenken anregt und einen nicht mehr loslässt.
Lesenswert!

4,5 von 5 Punkten

Sonntag, 3. Februar 2013

"Ich knall euch ab!" von Morton Rhue

Titel: Ich knall euch ab!
Originaltitel: Give a Boy a Gun
Autor: Morton Rhue
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: DE 2002 | US 1999
Verlag: Ravensburger
Preis: TB 6,95 EUR
Seitenzahl: 160 Seiten

Kurzrezension

Gary und Brendan sind zwei Außenseiter, die tagtäglich an der Schule von den stärkeren Sportlern schikaniert werden. Auch wenn die beiden Jungen außer dem Außenseiter-Status nicht viel gemeinsam haben, werden sie Freunde und der Hass auf ihre Peiniger schürt in ihnen einen finsteren Plan – einen Amoklauf.

Morton Rhue setzt sich in seinem Werk „Ich knall euch ab!“ sehr kritisch mit dem Thema Amoklauf an Schulen auseinander. Es werden nicht die Klischees von „brutalen Videospielen“ und „aggressiver Musik“ aufgegriffen, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen: Vorurteile, Missverständnisse, Resignation, Intoleranz und Ignoranz. Das war ein Punkt, den ich an diesem Buch sehr bewundere.

Das Buch ist so aufgebaut, als wäre es eine Sammlung von verschiedenen Zeugenaussagen, zu den beiden Tätern Gary und Brendan und zum Ablauf des Geschehens. Abwechselnd erzählen Freunde, Verwandte, Mitschüler und Lehrer, wie sie die beiden Jungen kennengelernt haben und wie sie sich in ihren Augen entwickelt haben.

Eine besondere Rolle nehmen dabei die beiden besten Freunde der Täter ein: Allison und Ryan. Sie geben der Geschichte die richtige Richtung, was bei anderen Aussagen eher oberflächlich wirkt. Die beiden kannten Gary und Brendan sehr gut. Sie haben all die Gedanken mitbekommen und vor allem die Zeichen gesehen – was natürlich im Nachhinein leicht zu behaupten ist.

Mit einem Punkt bin ich allerdings nicht zufrieden...
Achtung SPOILER, zum Lesen bitte Text markieren.
...denn im Grunde genommen war das kein Amoklauf. Die genaue Definition von Amok ist, dass mehrere Personen durch einen einzelnen, körperlich anwesenden Täter GETÖTET werden. In dem Buch hat allerdings einer der Täter Selbstmord begangen und sonst ist niemand umgekommen, das bedeutet, dass es „nur“ eine Geiselnahme war. Wäre es ein richtiger Amoklauf, würden sich die Leute wahrscheinlich auch noch ein bisschen anders mit dem Thema auseinander setzen, denn es gab nur ein Opfer und dieses hat die gesamte Situation auch noch selbst geschaffen, was nicht bemitleidenswert ist in den Augen der meisten Menschen.
SPOILER Ende

Ich verstehe, warum das Buch öfter in den Schulen im Deutschunterricht behandelt wird, denn in gewisser Weise öffnet es einem doch die Augen und bringt einen zum Nachdenken. Außerdem ich es nicht so brutal und grausam geschildert, sodass auch Kinder sich mit dem Thema auseinandersetzen könnten.

Wen das Thema interessiert und wer sich mit damit beschäftigen möchte, dem würde ich diese Lektüre empfehlen.

4 von 5 Punkten

Donnerstag, 15. November 2012

"Die Märchen von Beedle dem Barden" von J. K. Rowling

Titel: Die Märchen von Beedle dem Barden
Originaltitel: The Tales of Beedle the Bard
Autorin: Joanne K. Rowling
Genre: Märchen, Urban Fantasy
Erscheinungsjahr: DE 2008 | GB 2008
Verlag: Carlsen
Preis: HC 12,90 EUR | TB 6,95 EUR
Seitenanzahl: 128 Seiten   

 
Kurzrezension

„Die Märchen von Beedle dem Barden“ sind eine Ansammlung von – wie der Name bereits sagt – Märchen von dem alten Zauberer Beedle, der sie vor über 600 Jahren niedergeschrieben hat und die bis heute (wie die Märchen der Muggel) überdauert haben und in keiner Zaubererfamilie fehlen dürfen.

Es ist ein sehr schön ausgearbeitetes Büchlein mit vielen Zeichnungen und ergänzenden Fußnoten für etwaige Erklärungen seitens der Autorin.

Im Anschluss eines jeden Märchens gibt es ein persönliches Statement von keinem geringeren als Albus Dumbledore, dessen Aufzeichnungen zu diesen Geschichten erst nach seinem Tod entdeckt wurden.

Natürlich beinhaltet dieses Buch auch das bereits aus dem siebten Band der „Harry Potter“-Reihe bekannte Märchen um die drei Brüder, die dem Tod begegnet sind.

Ein Lesegenuss für Zwischendurch, eine wunderbare Ergänzung zum „Harry Potter“-Universum und ein Muss für jeden Fan!

5 von 5 Punkten

Mittwoch, 3. Oktober 2012

"Gezeichnet" von P.C. und Kristin Cast

Titel: House of Night - Gezeichnet
Originaltitel: Marked - A House of Night Novel
Autorin: P.C. und Kristin Cast
Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy

Erscheinungsjahr: DE 2009 | USA 2007
Verlag: FJB
Preis: TB 8,99 EUR
Seitenanzahl: 464 Seiten


Kurzrezension

Das Vampyrinternat wird von allen gefürchtet - da kommst du nämlich hin, wenn du ausgewählt wirst... Nur weiß niemand so genau, ob und wann das passieren wird.
Als Zoey eines Tages "gezeichnet" wird, reißt es sie komplett aus ihrem Leben, denn sie ist etwas Besonderes - sie ist die Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx! Und sie hat eine Aufgabe...

Ich habe das Buch auf Empfehlung einer Freundin hin mir mal angeguckt und wusste nicht, was ich davon halten sollte... Sie meinte, es wird ab der Mitte des Buches besser und man muss sich erstmal an die Sprache da gewöhnen, aber ich wurde echt enttäuscht. 

Das Buch ist mehr als nur mies, diese "Jugendsprache" finde ich an viel zu vielen Stellen total unpassend und die Geschichte an sich erinnert mich an eine Mischung aus Bis(s), Harry Potter und Sailor Moon. Dass die Autorinen die HP-Reihe gelesen haben, das ist mehr als nur deutlich geworden.
 

Es waren zwischendurch schon ein paar interessante Ideen dabei, aber wirklich originell war es trotzdem nicht. Ich fand es ziemlich schrecklich, als sogar die "Hohenpriesterin" total wie ein kleines Atzenkind geredet hat!
 

Was mich an der Protagonistin gestört hat, war das Mary-Sue-Bild, das sie abgegeben hat - jeder liebt sie, sie kann alles, schafft alles und weiß zufällig immer, was zu tun ist.
 

Schon allein dass ihr die "Freunde", die sie seit ein paar Tagen kennt, auf Schritt und Tritt folgen, weil sie ach so viel Angst um sie haben, ist etwas unrealistisch... und ganz zufällig werden sie auch noch gebraucht. Und retten dann alles und jeden und freu freu die Welt ist schön.
 

Ich habe das Buch genau aus dem selben Grund zu Ende gelesen wie die Bis(s)-Bücher: um berechtigt kritisieren zu dürfen.
 

Aber ich werde sicher nicht die Folgebände lesen, das war mir echt genug Blödsinn für's Erste. 

0,5 von 5 Punkten

Montag, 10. September 2012

"Das Zeitalter der Fünf - Priester" von Trudi Canavan

Titel: Das Zeitalter der Fünf - Priester
Originaltitel: Age of the Five - Priestess of the White
Autorin: Trudi Canavan
Genre: High Fantasy
Erscheinungsjahr: DE 2007 | AUS 2005
Verlag: cbt
Preis: TB 9,95 EUR
Seitenanzahl: 800 Seiten


Kurzrezension

Die Geschichte handelt hauptsächlich von einer jungen Frau, die in den Kreis der "Weißen" (Zirklern) aufgenommen wird, fünf von Göttern auserwählte Personen.
Eines Tages werden sie von schwarzen Magiern (Pentadrianer) angegriffen, die behaupten, nur ihre Götter wären real und die Weißen würden falschen Göttern huldigen. Es entsteht ein Krieg, blah blah.

Ich hab über ein Jahr gebraucht, um dieses 800 Seiten lange Buch zu lesen. 


Das lag aber auch dran, dass ich eine laaange Pause zwischendurch gemacht habe und andere Bücher spannender fand als dieses. 

Es ist wirklich etwas zäh von der Geschichte her, auch wenn es sich recht einfach lesen lässt. Wahrscheinlich war das einfach ein Fehlgriff von mir, weil ich nicht viel von diesem Gottgeblubber halte und es dort das gesamte Buch über nur um irgendwelche komischen Religionen geht.

Ich würde es nicht weiterempfehlen. 


1 von 5 Punkten

Mittwoch, 5. September 2012

"Die Axt im Chrysanthemenwald" von Kerstin und Andreas Fels

Titel: Die Axt im Chrysanthemenwald - 50 Wege, sich in Japan zu blamieren
Originaltitel: Die Axt im Chrysanthemenwald - 50 Wege, sich in Japan zu blamieren
Autoren: Kerstin und Andreas Fels
Genre: Ratgeber, Humor
Erscheinungsjahr: DE 2008
Verlag: Conbook Medien
Preis: TB 10,95 EUR
Seitenanzahl: 254 Seiten


Kurzrezension

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie reisen in ein fernes Land, wo die Kultur eine ganz andere ist als die, die sie von Zuhause aus gewohnt sind. Was glauben Sie, wie lange wird es dann dauern, bis Sie Ihr erstes Fettnäpfchen finden und fröhlich drauf los reinlatschen?
 

Herr Hoffmann, seines Zeichens ein durchschnittlicher Deutscher, hat diese Erfahrung gemacht und hat gleich mal 50 schöne Wege gefunden, sich in Japan zu blamieren. Von falschen Verbeugungen bis zu falschem Verhalten im öffentlichen Bad, auf der Straße oder auch beim Essen, er hat keine Gelegenheit ausgelassen, um böse Blicke zu ernten.

Die Autoren erzählen in 50 kleinen Geschichten über die Geschäftsreise von Herr Hoffmann, dabei wird vor allem Wert drauf gelegt, zu sagen, was er falsch gemacht hat, um dann zu erklären, warum! 


Die Erklärungen sind teilweise wirklich sehr ausführlich und vor allem informativ, man lernt viel über die Geschichte Japans, aber auch über seine Traditionen und Eigenarten. Zum Schluss eines jeden Kapitels gibt es dann auch noch einige Tipps, was man denn nun besser machen kann, wenn man möglicherweise selbst einmal in so eine Situation kommt.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich mich ein bisschen über das Land der aufgehenden Sonne informieren wollte, mich aber diese herkömmlichen Reiseführer immer langweilen, und ich wurde auch definitiv nicht enttäuscht, denn der kleine Ratgeber ist wirklich lustig und ansprechend geschrieben.


Ein Muss für jeden Japaninteressierten!


5 von 5 Punkten

Samstag, 1. September 2012

"Nimm dich in acht" von Mary Higgins Clark

Titel: Nimm dich in acht
Originaltitel: You belong to me
Autorin: Mary Higgins Clark
Genre: Thriller, Krimi
Erscheinungsjahr: DE 2010 | GB 1998
Verlag: Diana
Preis: TB 8,95 EUR
Seitenanzahl: 368 Seiten


Kurzrezension

Während einer Kreuzfahrt verschwindet Regina Clausen spurlos. Drei Jahre später bekommt die Psychologin Dr. Susan Chandler bei ihrer täglichen Morgensendung einen Anruf, der scheinbar im Zusammenhang zu dem nicht gelösten Fall steht. Doch die Anruferin wird gleich darauf Opfer eines Unglücks - Unfall oder versuchter Mord? Chandler begibt sich auf eine Spurensuche und entdeckt immer mehr schreckliche Zusammenhänge auch zu weiteren verschwundenen Frauen - alle haben sie etwas gemeinsam: ein Ring mit der Aufschrift "Du gehörst mir".

Der Psychothriller von Mary Higgins Clark hat mich persönlich nicht so sehr vom Hocker gehauen.

 

Es ist eine nett durchdachte Geschichte, die sich teilweise aber etwas zäh hinzieht, aber trotzdem eine gewisse Spannung durch den Wechsel der zahlreichen Perspektiven beibehält.
 

Das Ende hat mich doch ein bisschen überraschen können, weil ich jemand anderes als den Mörder erwartet habe, es im Nachhinein aber doch relativ klar war, wenn auch das Motiv für die Morde für mich nicht komplett nachvollziehbar ist.

Fazit: Eine nette Lektüre für zwischendurch, gehört aber wohl nicht zu den besten Werken der Schriftstellerin.


2,5 von 5 Punkten

Mittwoch, 29. August 2012

"Isola" von Isabel Abedi

Titel: Isola
Originaltitel: Isola
Autor: Isabel Abedi
Genre: Jugendbuch, Thriller
Erscheinungsjahr: DE 2007
Verlag: Arena
Preis: Broschiert 9,99 EUR
Seitenanzahl: 324 Seiten


Kurzrezension


12 Jugendliche werden für ein Filmprojekt für drei Wochen auf eine einsame Insel geschickt, wo sie von unzähligen versteckten Kameras gefilmt werden. Doch die anfangs noch so wunderbare Zusammenkunft findet je ein blutiges Ende...

Die Idee mit der einsamen Insel und den Jugendlichen hat mich sehr gespannt auf das Buch gemacht und ich hab auch viele positive Kritiken dazu gelesen, jedoch wurde ich leider etwas enttäuscht...

Der Schreibstil ist leicht und flüssig geschrieben aus der Ich-Perspektive von der Protagonistin Joy alias Vera, die ein stilles und ins sich gekehrtes Mädchen ist mit einer recht tragischen Vergangenheit.

Wenig überzeugt hat mich jedoch die einzelnen Beziehungen zwischen den Jugendlichen, besonders bei Vera und Solo, einem Jungen, der sich ihr im Verhalten sehr ähnelt. Teilweise wirkt das ganze wirklich unnatürlich und aufgesetzt bis sogar unverständlich.

Außerdem fand ich das Ende bzw die Auflösung des Ganzen etwas überzogen und sehr merkwürdig...

Mein Fazit: Ein Buch mit einer interessanten Idee, jedoch auch so einigen Schönheitsfehlern. Für zwischendurch ganz okay, aber nichts, was einen umhaut...

3,5 von 5 Punkten

Montag, 27. August 2012

"Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams

Titel: Per Anhalter durch die Galaxis
Originaltitel: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy
Autor: Douglas Adams
Genre: Science-Fiction, Abenteuer, Satire
Erscheinungsjahr: DE 1981 | GB 1979
Verlag: HEYNE
Preis: TB 7,95 EUR
Seitenanzahl: 208 Seiten


Kurzrezension

Der Durchschnittsengländer Arthur Dent entkommt mithilfe seines Freundes Ford Prefect knapp der Zerstörung der Erde, die einer Hyperraum-Umgehungsstraße weichen soll. Fälschlicherweise landen sie als blinde Passagiere auf einem Flaggschiff der Vogonen, die es so gar nicht mögen, Anhalter mitzunehmen...

Douglas Adams war ein Genie!

Der erste Teil der Anhalter-Serie steckt voller Parodie, Fantasie und vor allem Kritik am Menschen selbst. Oft musste ich schmunzeln oder sogar lachen, weil es so unglaublich ironisch ist. Und ganz nebenbei hat mich der Roman auch zum Nachdenken angeregt über z.B. das absurde Verhalten der Vogonen mit ihren Formularen oder die lächerliche Stellung des Präsidenten, als Ablenkung der Aufmerksamkeit von den eigentlichen Regierenden.

Die Schöpfung wird neu beschrieben, der Sinn unseres Lebens gelüftet und all das auf eine so witzige und spannende Art und Weise, das man das Buch nicht mehr zur Seite legen kann, ehe man nicht bis zur letzten Seite gelesen hat.

Definitiv ein Roman, den man gelesen haben muss.

Empfehlenswert.

Übrigens ist der Film dazu auch super gelungen, ist dem Buch auf jeden Fall gerecht geworden.

5 von 5 Punkten

Mittwoch, 22. August 2012

"Mottentanz" von Lynn Weingarten

Titel: Mottentanz
Originaltitel: Wherever Nina lies
Autorin: Lynn Weingarten
Genre: Jugendbuch, Thriller
Erscheinungsjahr: DE 2011 | US 2009
Verlag: cbt
Preis: TB 8,99 EUR
Seitenanzahl: 320 Seiten

Kurzrezension 

Nina Wrigley ist seit zwei Jahren verschwunden, ihre kleine Schwester Ellie hat aber noch Hoffnung, sie lebendig aufzufinden, und klammert sich deswegen an jeden noch so kleinen Hinweis, der sie zu Nina führen könnte.
Ellies Freunde glauben nicht mehr daran, dass Nina noch leben könnten und so ist die 16jährige alleine mit ihren Sorgen, bis eines Tages ein weiterer Hinweis sie in einen Club führt, wo sie Sean trifft, der sie zu verstehen scheint. Er bietet an, mit ihr den Hinweisen nachzugehen, die quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika führen. Was Ellie nicht ahnt: Sean hat ein dunkles Geheimnis...

"Mottentanz" ist der erste Roman der Amerikanerin Lynn Weingarten und erzählt auf leicht spannende Art und Weise die Suche eines jungen Mädchens und dessen Abenteuern auf diesem Weg.

Ellie ist eine sehr sympathisch wirkende Protagonistin, die leicht naiv zu werden scheint, wenn es um ihre Schwester geht, dabei baut sie etwas zu schnell Vertrauen für den jungen Sean auf, was schwere Konsequenzen mit sich bringt.

Wie bei einer Schnitzeljagd fahren die beiden Jugendlichen durch die USA, bis es am Ende ein Puzzle ergibt, das eine schreckliche Vergangenheit preisgibt.

Mich persönlich hat das Ende überrascht und gleichzeitig aber auch etwas enttäuscht, weil es mich an typisch amerikanische Filme (auch wenn es ein Buch ist) erinnert hat.

Fazit: Ein nicht sehr anspruchsvolles Buch, für zwischendurch ganz ok, aber man sollte nicht zu viel davon erwarten.

3,5 von 5 Punkten

Übrigens war dieses Buch das erste, bei dem ich mich vom Cover hab leiten lassen. Keine so gute Idee.

Dienstag, 21. August 2012

"Zwischen Himmel und Liebe" von Cecelia Ahern

Titel: Zwischen Himmel und Liebe
Originaltitel: If You Could See Me Now
 
Autorin: Cecelia Ahern
Genre: Gegenwartsliteratur, Romantik
Erscheinungsjahr: DE 2006 | IRL 2005
Verlag: Krüger

Preis: TB 8,95 EUR
Seitenanzahl: 400 Seiten

Kurzrezension

Elizabeth Egan könnte ein perfektes Leben führen, wäre da nicht ihre äußerst schwierige Familiensituation: Der Vater hält nicht viel von Emotionen und wartet stur auf seine bereits seit 20 Jahren verschollene Frau, die Schwester säuft wie ein Loch und der sechsjährige Neffe Luke, den Elizabeth adoptiert hat, sehnt sich nach Liebe, die er von seiner Tante vergeblich erwartet, denn sie hat in ihrer Kindheit selbst zu wenig davon zu spüren bekommen.
Ivan hat einen ganz besonderen Job: Er ist bester Freund für jeden, der ihn braucht, denn auch nur diese Personen können ihn sehen. Sein neuer Autrag führt ihn zu Luke, doch plötzlich wird der "imaginäre" Freund auch für Elizabeth sichtbar und stellt ihr Leben auf den Kopf...

Jedes Mal schafft es Ahern aufs Neue, ihre Leser zu verzaubern. Der ständige Wechsel zwischen Ich- und Erzählerperspektive hält eine gewisse Spannung aufrecht, die durch beinah schon spotan eingebaute Flashbacks verstärkt wird.
Nach und nach lernt man die Charaktere besser kennen und ihre Gefühlswelt spielt dabei die größte Rolle.

Es ist die bezaubernde und sehr gefühlvolle Geschichte einer Frau, die ihr Kindheit nachholt und die Vergangenheit versucht zu verarbeiten. So schön, dass man am Ende am liebsten weinen würde.

Empfehlenswert!

4,5 von 5 Punkten

Montag, 20. August 2012

"Bartimäus - Das Amulett von Samarkand" von Jonathan Stroud

Titel: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
Originaltitel: The Bartimaeus Trilogy  - The Amulet of Samarkand
Autorin: Jonathan Stroud
Genre: Urban/High Fantasy, Jugendbuch, Humor
Erscheinungsjahr: DE 2004 | GB 2003
Verlag: cbj
Preis: TB 8,95 EUR
Seitenanzahl: 544 Seiten

Kurzrezension
Der 12jährige Zauberschüler Nathanael will Rache, nachdem ihn ein Zauberer demütigt und als schwach dargestellt hat. Deshalb beschwört er Bartimäus, um seinem Feind einen wertvollen Gegenstand zu stehlen - das Amulett von Samarkand.
Bartimäus ist ein Dschinn und so wie die meisten anderen Dämonen auch mag er es so gar nicht, von jemanden rumkomandiert zu werden. Er tut also alles, um seinen Herrn auszutricksen und zu bestrafen. Doch zu seinem Leidwesen stellt sich Nathanael als ziemlich geschickt heraus und der Dschinn hat keine andere Wahl, als den Auftrag des Jungen zu erfüllen, was schwere Konsequenzen mit sich zieht...

Bartimäus und Nathanael sind keine perfekten und sympathischen Helden, wie man sie in vielen Büchern heutzutage findet. Der Dschinn ist egoistisch und rücksichtslos, ziemlich frech und ist zu 100% von sich selbst überzeugt, während der Zauberschüler zwar sehr wissbegierig und klug ist, aber auch sehr eingebildet mit einer Tendenz zum Naiven. Die beiden zusammen geben eine sehr interessante Mischung ab, die im Laufe der Geschichte immer besser harmoniert.

Durch den Welchsel zwischen Ich-Perspektive aus Bartimäus' Sicht und Erzählerperspektive bei Nathanael bleibt es durchgehend spannend und ergänzende, teilweise sehr amüsante Fußnoten von Bartimäus frischen die Geschichte schön auf, ohne den Lesefluss zu zerstören.

Fazit: Der erste Teil der Bartimäus-Trilogie (die jedoch bereits aus vier Büchern besteht) ist ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.
Unbedingt lesen! 

4,5 von 5 Punkten

Dienstag, 14. August 2012

"Ich schreib dir morgen wieder" von Cecelia Ahern

Titel: Ich schreib dir morgen wieder
Originaltitel: The Book of Tomorrow
Autorin: Cecelia Ahern
Genre: Gegenwartsliteratur
Erscheinungsjahr: DE 2010 | IRL 2009
Verlag: Krüger
Preis: TB 9,99 EUR
Seitenanzahl: 368 Seiten

Kurzrezension

Tamara Goodwin ist verwöhnt, frech und momentan vor allem eins: traurig. Ihr Vater hat eine Menge Schulden gemacht, was ihn in den Selbstmord trieb. So mussten Tamara und ihre nun psychisch labile Mutter zu Tanta Rosaleen und Onkel Arthur aufs Land flüchten.
Doch nach und nach glaubt Tamara, Rosaleen würde etwas vor ihr verstecken und sie ist ganz erpicht drauf, das Geheimnis zu lüften. Und dann ist da auch noch diese Nonne und das sonderbare Tagebuch, das die Zukunft vorherzusagen scheint...

"Ich schreib dir morgen wieder" ist eine spannende Geschichte über ein Mädchen, das nach sich selbst sucht und - ein bisschen wie in einem Krimi - stückchenweise eine schockierende Wahrheit ans Licht bringt.

Cecelia Ahern beschreibt wieder mal sehr einfühlsam, jugendlich und authentisch das Gefühlschaos eines jungen, trauernden Menschens, dessen Selbstschutz auf Distanz und frechem Verhalten beruht. Auch wenn Tamara dadurch zeitweise etwas nervig war, konnte man Verständnis dafür aufbringen und Sympathie für sie aufbauen.

Die Geschichte stellt hier aber vor allem eine Frage: Wenn du weißt, was morgen passieren wird, würdest du es dann genau so machen?
Wieder mal eine tolle Idee, hab es von Ahern nicht anders erwartet!

Empfehlenswert!

4,5 von 5 Punkten

Montag, 6. August 2012

"Mieses Karma" von David Safier

Titel: Mieses Karma
Originaltitel: Mieses Karma
Autoren: David Safier
Genre: Humor
Erscheinungsjahr: DE 2007
Verlag: rowohlt
Preis: TB 8,99 EUR
Seitenanzahl: 288 Seiten

Kurzrezension

Kim war in ihrem Leben mehr gemein als nett. Sie vernachlässigte ihre Tochter, machte andere zu ihrem Vorteil schlecht und war sogar ihrem Mann untreu. Als sie eines Abends von dem Trümmerteil einer russischen Raumstation getroffen und getötet wird, trifft sie auf Buddha, der ihr erklärt, warum sie nun als Ameise wiedergeboren wird. Und wenn das nicht schon schlimm genug wäre, versucht sich nun Kims Erzfeindin an den Witwer ranzumachen. Das gilt es für Kim zu verhindern. So macht sie sich auf, viel gutes Karma zu sammeln, um eines Tages vielleicht sogar als Mensch wiedergeboren zu werden. Doch leichter gesagt, als getan...

David Safier hat es voll drauf, eine Geschichte unterhaltsam zu erzählen. Sein Schreibstil hat mich sehr oft zum lachen gebracht, besonders bei den gut passenden Fußnoten von Casanova, einer sehr lustigen Nebenfigur.
Die Protagonistin Kim war oft sehr egoistisch, weswegen ich ihr oft eine klatschen wollte, doch es hat sich dann nach und nach etwas mehr ins Bessere gewandelt, schließlich hat sie auch einen sehr großen Entwicklungsprozess NACH ihrem Tod durchgemacht.
Es ging viel um Sex, aber auch um Liebe, Familie, Freundschaft, Verstehen und Selbstlosigkeit. Safier hat es mit der Reinkarnation sehr süß gemacht, auch wenn ich es am Anfang bei den Ameisen nicht ganz verstanden habe.
Allerdings mochte ich das Ende überhaupt nicht, es hätte einige Kapitel vorher enden sollen mit dem tatsächlichen Nirwana, weil der Rest dann für mich etwas gezwungen und aufgesetzt wirkte, auch nicht mehr ganz den Humor beibehalten hatte.
Schade eigentlich, aber eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch war es trotzdem!


4 von 5 Punkten

Donnerstag, 2. August 2012

"Du hast mich auf dem Balkon vergessen" von Anna Koch und Axel Lilienblum

Titel: Du hast mich auf dem Balkon vergessen
Originaltitel: Du hast mich auf dem Balkon vergessen
Autoren: Anna Koch und Axel Lilienblum
Genre: Humor, Zitatesammlung
Erscheinungsjahr: DE 2010
Verlag: rowohlt
Preis: TB 8,99 EUR
Seitenanzahl: 272 Seiten


Kurzrezension

Dieses Buch enthält eine Zusammenstellung der lustigsten SMS-Zitate von der Website "SMSvonGesternNacht.de".

Witzige bis schräge Sprüche, peinliche Geschichten und verwirrende Nachrichten, (Liebes-)Geständnisse an die falschen Personen und viele Missverständnisse, hier kriegt man alles geboten. Manchmal wünscht man sich zu wissen, was da während, vor oder nach einer bestimmten SMS passiert ist, weil die Geschichten so interessant, absurd oder unglaublich klingen.

Gelegentlich erkennt man auch Zitate wieder, die auf Seiten wie "ibash.de" oder "german-bash.org" gepostet wurden, einige Dialoge sind wohl auch eher Chat-Zitate, wenn sie zum Beispiel so anfangen: "Alter..." - "Wasn?". Normalerweise verschickt man keine solchen kurzen SMS-Nachrichten (natürlich kann man hier mit "Flatrate" gegenargumentieren, aber ich halte solche chatähnlichen Gespräche per SMS für eher unwahrscheinlich).

Manchmal hab ich mir auch gewünscht, das jede SMS gekennzeichnet ist, von welcher Person sie kommt, weil es bei einigen nicht eindeutig war, ob jetzt eine andere Person zurückgeschrieben hat oder ob die selbe Person noch eine SMS hinterher verschickt hat...

Trotzdem lohnt es sich, das mal alles durchzulesen, denn es ist super gut für zwischendurch.

4 von 5 Punkten

Montag, 30. Juli 2012

"Der große Gatsby" von F. Scott Fitzgerald

Titel: Der große Gatsby
Originaltitel: The Great Gatsby
Autor: Frances Scott Fitzgerald
Genre: Gegenwartsliteratur, Klassiker
Erscheinungsjahr: DE 1926 | US 1925
Verlag: Diogenes
Preis: TB 9,90 EUR
Seitenanzahl: 188 Seiten

Kurzrezension

Die goldenen 20er Jahre: Nick Carraway zieht aus beruflichen Gründen nach New York und lernt dort seinen Nachbarn Jay Gatsby kennen, einen millionenschweren Geschäftsmann, der in seiner riesigen Villa beinah jeden Tag Partys gibt. Doch der schöne Schein trügt und Carraway lernt nach und nach Gatsbys Vergangenheit kennen, von seiner verlorenen Liebe und dem Streben nach Geld und Anerkennung...

Eigentlich trau' ich mich gar nicht so richtig, dieses Buch zu bewerten, ich glaube (bzw weiß) nämlich, dass ich nicht alle Hintergründe tatsächlich verstanden habe, trotzdem fand ich es sehr gut. Es dreht sich viel um Luxus und Spaß, das schöne Leben wird in Saus und Braus genossen, ohne groß darüber nachzudenken. Lügen, Gerüchte, Ehebrüche - das alles steht auf der Tagesliste.
Der Erzähler, Carraway, ist eine interessante Persönlichkeit, er beobachtet viel und hat zu alleim seine Meinung, tut aber von sich aus wenig, lässt sich eher etwas mitziehen. Er nimmt erst zum Schluss eine etwas akivere Rolle ein.
Die eigentliche Person, um die sich die Geschichte dreht, ist Gatsby, und von dem erfährt man im Endeffekt nur ein kleines bisschen, vor allem aber beinach alles gerüchteweise. Und all diese Angaben sind auch sehr stark von der Meinung von Carraway geprägt... Ich war etwas verwirrt, weil seine Meinung zu Gatsby mit seiner Handlung am Ende des Buches ein bisschen im Gegensatz befindet, zumindest kam es mir so vor.
Das Ende ist traurig und tragisch, durchtrieben von Eifersucht, Egoismus und Einsamkeit.
Es hat mich sehr mitgenommen, vor allem weil das Portrait vom Menschen, das hier gezeichnet wird, auch irgendwie in die heutige Zeit passt...

Empfehlenswert.

5 von 5 Punkten

Sonntag, 29. Juli 2012

"Herr der Fliegen" von William Golding

Titel: Herr der Fliegen
Originaltitel: Lord of the Flies
Autor: William Golding
Genre: Gegenwartsliteratur, Abenteuer
Erscheinungsjahr: DE 1983 | GB 1954
Verlag: Fischer
Preis: TB 7,95 EUR
Seitenanzahl: 288 Seiten

Kurzrezension

Ein Passagierflugzeug mit Schülern stürzt nach einem Angriff auf einer einsamen Insel mitten im Meer ab. Einige Jungen, allesamt noch Kinder, bleiben übrig und so ganz ohne Erwachsene versuchen sie zu überleben, hoffen auf Rettung und genießen ein bisschen die Unabhängigkeit. Der zwölfjährige Ralph wird zum Anführer ernannt und lässt jagen und Hütten bauen. Doch der anfängliche Glanz von Abenteuer wird je zerstört, als die Gruppe sich in Hass und Tod zerteilt. Überleben wird zu einer Unmöglichkeit...

Erschreckend, wie realistisch Golding den Wandel der unschuldigen kleinen Jungen in skrupellose Mörder und Hetzer darstellt. Anfangs war ich nicht so begeistert von dem Roman, er war eher lahm, die Kinder alle naiv und verspielt, ängstlich und ziellos. Doch es wurde interessant, sobald man den Prozess bemerkte, der einige Jungen vernünftiger und verantwortungsbewusster, andere dagegen gnadenlos und gierig nach Macht und Überlegenheit werden ließ.

Ralph als Protagonist ist einer von denen, die diese Veränderungen am stärksten durchmachten. Zum Anführer wurde er törichterweise von den Kindern gewählt, weil er eine große Muschel gefunden hatte und in die geblasen hat, sodass alle es hörten und sich versammelten. Diese Muschel blieb und war ein Symbol für die Einigkeit, doch natürlich gab es auch hier Gegner des Systems. Regeln wurden aufgestellt und verletzt. Streit zerrüttete die Einheit. Fatale Fehler zeigten der Gruppe, wie Ernst die Lage war.

Kinder mussten zu Erwachsenen werden. Es wurde für sie alle zu einem Spiel ums Überleben. Das alles so rasant, fantasievoll und mitreißend, dass ich gespannt war, wie das ganze nun sein befriedigendes Ende finden kann. Und dann kam das Ende. Es war... abrupt, verwirrend und knapp. Ich bin damit unzufrieden, aber trotzdem war der Roman gut.

Lesenwert.

4 von 5 Punkten