Sonntag, 6. Januar 2013

"Rosa Wolken" von Sabine Both

Titel: Rosa Wolken
Originaltitel: Rosa Wolken
Autorin: Sabine Both
Genre: Jugendbuch, Humor, Romantik
Erscheinungsjahr: DE 2006
Verlag: Carlsen
Preis: TB 6,95 EUR
Seitenanzahl: 208 Seiten


Kurzbeschreibung

Rosas Leben steht Kopf: Erst kriegt sie einen Brief von ihrem Vater - nach 16 Jahren ohne Kontakt - und dann verliebt sie sich plötzlich Hals über Kopf in ihren besten Freund Karl, den sie schon seit dem Kindergarten kennt! Auf einer Kanutour kommen sie sich tatsächlich näher, doch irgendwie scheint da was nicht zu funktionieren. Woran das nur liegen mag...?

Die ersten Sätze im Buch

"12. Juni
Mein sechzehnter Geburtstag und obendrein der erste Ferientag

Wie fängt man so ein Tagebuch bloß an?
Hallo erst mal. Nein, das ist komisch. Und zum Warmreden übers Wetter plaudern, ist noch komischer. Überhaupt merkwürdig, mit jemandem zu kommunizieren, der nicht antwortet. Aber Karl sagt, ein Tagebuch antwortet sehr wohl. Er nennt das die innere Stimme!"

Meine Meinung

Zu ihrem 16. Geburtstag bekommt Rosa von ihrem besten Freund Karl ein Tagebuch geschenkt, das sie dann anfängt zu füllen. Erst zögerlich und skeptisch, später wird das kleine Büchlein für sie zu einem wichtigen "Kontakt", dem sie sich ganz und gar anvertrauen kann.

Der Schreibstil in Tagebuchform ist sehr locker und man hat wirklich das Gefühl, ein Teenager würde das ganze erzählen (so wie es natürlich auch sein soll).

Rosa ist eine interessant Person mit einigen Ecken und Kanten, die sie recht sympathisch wirken lassen. Sie ist sehr direkt und lässt sich nicht unterkriegen, was teilweise sehr frech rüberkommt. Manche ihrer Reaktionen allerdings kamen mir irgendwie ein bisschen unnatürlich und überzogen vor, teilweise auch hysterisch. Das hat gestört.

Karl wird als "zweite Hauptperson" meiner Meinung nach irgendwie ein bisschen vernachlässigt. Rosa erzählt zwar andauernd von ihm, aber irgendwie bekommt man doch nicht viel mit. Und auch das eigentliche "Problem" wird schnell abgetan.

Genau so schnell wird auch die Geschichte mit dem Brief von Rosas Vater, den sie liebevoll "Erzeuger" nennt, abgehandelt. Zuerst verfolgt sie der Brief in Form von blökenden Schafen (natürlich nur in ihrer Fanatsie, was ich trotzdem irgendwie merkwürdig und gleichzeitig auch interessant finde), dann geht's plötzlich Schlag auf Schlag und alles ist durch.

Es gibt einige recht überraschende Wendungen, eine ganz nette Liebesgeschichte, doch leider wird irgendwie zu schnell erzählt, sodass ich zum Ende hin das Gefühl hatte, es ist viel und gleichzeitig auch nichts passiert.

Außerdem hat es mich sehr gestört, dass all Rosas Probleme, die sie zum Ende der Geschichte hat, auf einmal total leicht zu lösen sind. Schwupps, alles ist super, alles passt, alles klappt. Das lief zu glatt, vor allem im Angetracht der stattfindenden Ereignisse.

Im Großen und Ganzen kann ich also sagen, dass mich die Lektüre zwar unterhalten hat, aber begeistern konnte sie mich leider nicht. Nicht mal der witzige Erzählstil hat die Geschichte rumreißen können. Schade.


Weitere Werke der Autorin (Auswahl)
"Umzug nach Wolke 7"
"Die Liebe, Herr Otto und ich"
"Klappe, Kuss, die zweite"  

3 von 5 Punkten 

Vielen Dank an Buchbotschafter und den Carlsen Verlag für die Bereitsstellung des Rezensionsexemplares!

Kommentare:

  1. Huhu ^^
    Lese ich auch grade , hoffe mir wird das Buch besser gefallen :P Bin gleich mal Leserin geworden !
    LG Jenny :)

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    1. Hoffe ich auch. :) Schlecht ist das Buch ja nicht.

      Dankeschön ^_^ Freut mich!

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